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Rettet das Frühlingsfest

Geschrieben am 27. März 2017

Maxl und Wirt Gernot sitzen auf den zwei letzten Stühlen in der sonst leeren Gaststube. Wie das gekommen ist könnt ihr in Teil 1 nachlesen.

„Da machma schon was.“

Maxl klopft dem Gernot auf die Schulter. Gernot ist buchstäblich starr vor Schock. Er seufzt und zapft sich ein Bier. Dann schüttelt er resigniert den Kopf „ihr seids ma schon so Kandidaten, soll i jetzt zusperrn kurz vorm Frühlingsfest?“. So ratlos hat Maxl den Wirten noch nicht gesehen.

In dem Moment springt die Gasthaustür auf, Daniel vom Stammtisch stürzt rein und verkündet stolz: „Da bist ja wieder Gernot! Wir haben soviel eingenommen, das Hinterzimmer kannst zum besten Stüberl im ganzen Land umbauen.“ Verwirrt sucht Daniel einen Sessel, bis ihm Gernot drauf hinweist, dass das zwecklos ist: „Sessel wirst du keinen finden, Maxl und ich besetzen grad alle, die ihr mir überlassen habts. Nächste Woche ist Frühlingsfest und ich hab keine Einrichtung. Ihr habt mir das eingebrockt, jetzt müssts mir auch eine Lösung finden.“

Am nächsten Tag trommeln Daniel und Maxl den Stammtisch zur Rettung des Frühlingsfests zusammen. Die Burschn brüten, aber so recht will ihnen keine Lösung einfallen. Bis sich der Daniel an eine Asien-Reise vor einigen Jahren erinnert: „Den Japanern wär das wurscht, wenn’s keine Stühle gibt, die sitzen einfach am Boden“. Da erhellen sich die sorgvollen Mienen der Stammtisch: Ein Kirschblütenfest zum Frühlingsbeginn!

Die Idee begeistert ganz Klienling, alle packen an. Der Stammtisch besorgt Pölster, um die Blütendekoration kümmert sich der Ortsbauernbund. Auch die Klienlinger Vereine helfen mit, der Sportverein plant Spiele für Jung und Alt, die Musikanten proben fleißig und die Feuerwehr sammelt für eine Tombola.

„Was da die Leute dazu sagen werden?“ beobachtet Gernot die Vorbereitungen skeptisch.

Daniel packt eine kleine Flasche Reiswein aus und meint: „Eins sag i dir, Gernot, das Frühlingsfest in Klienling lasst sich heuer keiner aus der Umgebung entgehen, schon gar nicht, wenn alle beim Organisieren zamhelfen.“ Er findet noch ein paar Stamperlgläser und schenkt aus. Gernot kostet und meint mit einem Grinser: „Aber ausgschenkt wird Bier!“.

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