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Was sich der Bruno immer einfallen lässt!

Geschrieben am 18. Mai 2017

„Heutzutage reicht das gute Angebot anscheinend auch nimmer aus, Burschen!“

Bruno, Besitzer des Danner-Wirts hat’s nicht leicht. Sein Wirtshaus läuft einwandfrei, aber nur zur Hochsaison im Sommer und im Winter. Das liegt vor allem daran, dass sein Wirtshaus etwas abseits gelegen hinter einem Hügel steht. Nicht unbedingt ein präsenter Ort, vor allem nicht für Leute von außerhalb. Im Hochsommer gibt’s für Touristen und Einwohner einige Attraktionen. Ein Badeteich, zwei Hüpfburgen, Spielplätze und sogar ein Ringelspiel. Da rennt das Geschäft, und im Winter zur Skisaison sowieso.

Bisherige Versuche die zwischenzeitliche Leere zu füllen haben noch nicht die gewünschten Erfolge gebracht. Weder der Frühlingsburger mit Löwenzahn, noch die fruchtigsten Sommerspritzer Kreationen locken die Leute ins Wirtshaus. „Heutzutage reicht das gute Angebot anscheinend auch nimmer aus, Burschen!“ Der Stammtisch weiß von der Misere Bescheid, meist sitzen die Männer in den besagten Monaten alleine im Wirtshaus. Gemeinsam wollen sie eine Lösung für das Problem finden und rufen den Stammtischrat ein.

Ein Event muss her, das bringt Leut‘!

Am Sonntag sitzen sie zusammen bei Schnitzel und Bier und tüfteln an einem Plan. „Ein Event nur für die Leute aus’m Ort, das wär’s, oder?!“ Max ist schon voll dabei. „Ja, wieso eigentlich nicht – eine ganze Eventreihe vielleicht!“, ermutigt ihn Sebastian. „Leute, ich hab’s!“, meldet Bruno sich zu Wort. „Das wird eiAlsne riesen Überraschung!“ Begeistert erzählt er dem Stammtisch seine Idee. „Morgen fangen wir mit den Vorbereitungen an und verschicken die Einladungen“.

Zwei Wochen später, am Abend der Veranstaltung, treffen sich einige der Dorfbewohner um gemeinsam zum Wirtshaus zu spazieren. Dabei diskutieren sie die ungewöhnliche Art der Gestaltung der Einladungen. „Na der Bruno hat öfter schräge Einfälle, oder?“ Vor allem, dass sie ein kleines Geschenk als Eintrittskarte mitbringen müssen, verunsichert sie.
Beim Wirten angekommen, muss jeder einen Zettel mit einem Namen ziehen. Die meisten kennen sie sogar, denn es sind Leute aus dem Dorf. Ein großes Schild verrät, dass man sich in den Garten begeben soll. Dort steht Bruno und lächelt vergnügt. „Meine lieben Gäste, ich freue mich, dass ihr so zahlreich zu meiner Mainachtsfeier erschienen seid! Dass Engerl-Bengerl Spiel ist hiermit eröffnet, ich bitte euch, einander eure Geschenke zu übergeben.“

Die Gäste sind erst Mal verdutzt. Vor allem der weihnachtlich geschmückte Maibaum, vor dem Bruno steht bringt sie zum Staunen. Zaghaft, dann immer mutiger suchen sie die Person, dessen Namen sie gezogen haben. Dabei kamen die verrücktesten Geschenkideen zum Vorschein.

„Ganz schön ausgefuchst, unser Wirt! Der wird noch zu nem’ richtigen Eventmanager!“ Mittlerweile sind die Leute von der Idee, Mainachten zu feiern begeistert. Die Dorfband sorgt für einen krönenden Abschluss, als sie das obligatorische „Last Christmas“ von WHAM! anspielt. Und das beste am Mainachten? Kalt wurde niemandem!

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