Wirtshaus Wörterbuch

Die offizielle Wirtshaussprache

A

Anisbogen

Nein, damit ist nicht der Bogen von Ani gemeint. Anisbögen sind süße Köstlichkeiten aus der Steiermark. Sind übrigens superleicht selbst zu machen.

Auszucken

Auszucken ist ganz ähnlich wie Ausrasten. Aber nicht das gemütliche Ausrasten, mehr das aufbrausende.

B

Bahö

Wer Bahö macht, erregt Aufsehen - egal wie. Meistens laut. Aber Vorsicht: wer zuviel Bahö um sich oder andere macht, kann sich auch schnell unbeliebt machen.

Beisl

Was in Deutschland "Kneipe" und in der Schweiz "Beiz" genannt wird, ist in Österreich das Beisl oder Beisel. Rein von der Bedeutung her, ist ein Beisl Verwandter der italienischen Trattoria. Das Beisl ist meistens sozial eng mit dem Grätzl verbunden, in dem es liegt.

F

Fadian

Jemanden, der nur miese Laune verbreitet und alles schwarz sieht, nennt man wohl am ehesten so. Mit einem Fadian ist nix anzufangen. Aufmunterungsversuche und Motivation schlagen in der Regel fehl.

G

G’schichtldrucker

Sind sicher nicht die beliebtesten im Wirtshaus. G'schichtldrucker schwindeln, schwadronieren und lügen. Wie man einen G'schichtldrucker entlarvt? Tja, das überlassen wir dir.

H

Häjf’n

Zugegeben, so sagt man nicht überall zum "Topf" oder "Gefäß". Das Wort, das ein bisschen ans Häferl erinnert, stammt aus dem tiefsten steirischen Vulkanland.

K

Kamot

Wenn jemand vor allem in Kärnten eine ganz spezielle Gemütlichkeit an den Tag legt, dann ist er kamot.

Klumpert

Steht sicher in vielen österreichischen Wirtshäusern herum. Klumpert ist unnützes Zeugs. Oft trennt man sich nicht gerne von Klumpert, weil persönliche Erinnerungen dranhängen. Oder man vergisst einfach drauf, aufzuräumen 😉

L

Lamourhatscher

Zum "Lamourhatscher" lässt es sich vorzüglich mit den Liebsten langsam tanzen. Eigentlich zählen alle langsamen Liebeslieder zu dieser musikalischen Gattung.

M

Matschgern

Wer matschgert, beklagt sich. Eigentlich ist egal, worüber man sich beklagt. Matschgern ist salonfähig. Zumindest im Wirtshaus.

N

Narrenkastl

Wer ins Narrenkastl schaut, der starrt wie gebannt in eine Richtung ohne dabei an irgendetwas bestimmtes zu denken. Das kann herrlich entspannend sein, wirkt aber auch ziemlich abgedreht für Außenstehende 🙂

Nutscherl

Bei einem Nutscherl handelt es sich geradeheraus gesagt um ein Ferkel, in Kärnten sagen's auch Notscherle.

P

Pfiff

Klingt gut, schmeckt gut. Der Begriff Pfiff kommt aus dem Altwienerischen. Dahinter verbirgt sich ein sehr kleines Bier. Historisch beschreibt ein Pfiff die Hälfte der kleinen Maße, die in den Wirtshäusern zum Ausschank kamen.

Q

Quetschn

Das typische Wirtshausinstrument hört auf viele Namen: Ziehharmonika, Heimatluftkompressor oder Maurerklavier. Uns ist's egal, wie ihr dazu sagt, solange Stimmung aufkommt, wenn's im Wirtshaus erklingt.

S

Schani

Der typisch wienerische Begriff „Schani“ kommt ursprünglich aus dem Französischen, nach dem männlichen Vornamen „Jean“ bzw. Johannes. Es bedeutet ganz einfach Diener, Hilfskraft oder auch Kellner. Da schau her!

Schnapsen

(aus dem Ungarischen: Snapszer) Beliebtes Kartenspiel im Süden Deutschlands und ganz Österreich. Es gibt viele unterschiedliche, regionale Varianten Der Name des Spiels kommt vom Begriff „schnappen" (= mit Trumpf stechen).

T

Tschesn

Eine Tschesn ist ein Auto, das schon einiges erlebt hat. Es ächzt und kracht manchmal ein bissl – eine Tschesn hat halt Seele.
Über A Bier und a G’schicht
Wir von Puntigamer sind davon überzeugt, dass Wirtshauskultur nicht verloren gehen darf. Darum erzählen wir hier in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Geschichten aus den unterschiedlichsten Wirtshäusern. Was zum Lernen und Weitererzählen findet ihr im Wörterbuch und Wirtshauswiki.
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